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In unserer Gesellschaft wird der Tod leider immer noch tabuisiert wodurch Trauerarbeit fast unmöglich wird. Denn zur Trauerarbeit gehört auch, dass man sich austauscht, dass man seine Gefühle ausdrücken lernt und in jeder Phase der Trauer begleitet wird oder begleitet und dadurch mittrauert. Ohne Vergleiche ist das, meiner Meinung, kaum möglich. Wenn ich nicht weiß wie es anderen geht oder ergangen ist habe ich das Gefühl verrückt zu werden und an meinem Schmerz zu ersticken. Ich denke das geht nicht nur mir so. Ich möchte darum hier meine Geschichte zeigen.

Ich habe ein paar Tage nach dem Tod meiner Mutter angefangen an dieser Seite zu arbeiten. Ich wollte ihr ein Denkmal setzen und verhindern, dass sie vergessen wird. In meinen Briefen an meine Mutter spiegeln sich ein wenig meine Gefühle in dieser schweren Zeit wieder. Ich hoffe, dass es Menschen gibt die sich damit identifizieren können und denen das hilft.

Es ist mehr als ein Jahr vergangen und ich muss sagen, mir hat diese Seite unheimlich geholfen. Ich überlege ob ich sie abschalten sollte, aber ich sehe immer wieder, es gibt doch ein paar Menschen die in regelmäßigen Abständen hier reinschauen und so erfüllt sie ihren Sinn. Ich belasse sie daher hier, auch wenn ich nicht viel daran arbeiten kann, es tut doch immer sehr weh. Trotzdem freue ich mich weiterhin immer über Gästebucheinträge und über E-mails.


 

Die Seite ist im Gedenken an unsere über alles geliebte Mutter, Frau, Tochter, Schwester, Tante und Schwägerin entstanden.


 

"Wenn man an jemanden ganz stark denkt, bleibt der Betreffende auf ganz wundervolle Weise am Leben."

 

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